Sven Baumann - Radsport on- und offroad

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Rennen 2011 Berichte

Rennberichte 2011

Michigan CX State Championship [04.12.2011]

Video von Hans Nyberg

Gestern fand mit dem Crossrennen in Springfield Oaks das letzte Rennen der Tailwind CX Serie statt, zugleich auch Michigan State Championship. Nachdem es unter der Woche geschneit hatte, aber am Wochenende bei wärmeren Temperaturen (8 Grad) wieder geregnet hatte, war der ganze Parcours ein ordentliches Schlammbad.
Am Start waren neben allen üblichen Verdächtigen Crossern auch ein paar neue Gesichter, darunter der Pro-Continental Fahrer Scott Stewart (Team Type 1).
Mein Start war nicht großartig, aber nach der ersten Kurve konnte ich gleich wieder ein paar Plätze gutmachen und nach der ersten schlammigen Abfahrt konnte ich mich bereits auf Platz 3 hinter meinen Teamkollegen Jeff Weinert und Jay Moncel vorarbeiten.
Den damit verbundenen Vorsprung auf den Favoriten Mike Wissink wollte ich nicht so leicht wieder hergeben und so schloß ich zu Jeff auf. Eigentlich wollten wir zusammenarbeiten, aber er konnte mein Tempo nicht ganz mitgehen und Mike kam von hinten heran. So fuhr ich dann in der zweiten Runde erstmal einen Vorsprung von etwa 30 Sekunden heraus, den ich im Laufe des Rennens noch weiter ausbauen konnte.
Es waren wirklich schwierige Bedingungen, aber mit meinem Trek Cronus und den Challenge Limus Reifen konnte ich sie relativ sicher meistern. Zwar schlichen sich in den letzten beiden Runden wieder ein paar Fehler und ein kleiner Sturz ein, aber der Wolverine Doppelsieg geriet dennoch nicht in Gefahr.
Somit durfte ich neben dem Gesamtsieg der Tailwind CX Serie auch den Pokal für den State Champion mit nach Hause nehmen. Der bekommt dann noch meinen Namen drauf, damit ich nicht so leicht in Vergessenheit gerate, selbst wenn ich ihn dann wieder abgeben muß...
An dieser Stelle muß ich nochmal ein fettes Danke loswerden an alle Mitglieder unseres Teams, denn mit dieser großartigen Unterstützung macht es sogar in den widrigsten Bedingungen noch Spaß Crossrennen zu fahren!
Gratulation auch an die anderen Champions Kelly Paterson (Elite Women), Simon Bailey (Masters 35-39), Matt Baroli (Masters 50-54), Richard Rainville (B-Men) und Luke Mullis (Junior Men).

 

Jingle Cross Rock #2 [26.11.2011]

Einen wahrhaft langen Roadtrip nahm das Wolverine CX Team am Thanksgiving Wochenende auf sich um zum Jingle Cross Rock nach Iowa zu reisen. Drei Tage Crossrennen schienen die weite Reise dennoch lohnenswert erscheinen.
Ich wollte an den beiden UCI C2 Rennen am Freitag abend (unter Flutlicht) und am Samstag teilnehmen, das Rennen am Sonntag war zu spät um noch zu halbwegs vernünftigen Zeiten wieder nach Hause zu kommen.
Am Freitag abend ging es mir jedoch überhaupt nicht gut, wahrscheinlich bedingt durch die lange Reise und vielleicht hatte ich auch unterwegs zuwenig getrunken. Also mußte ich das Rennen ausfallen lassen und auch zeitig ins Bett um mich wieder zu erholen.
Am Samstag ging es mir wieder wesentlich besser. Dafür regnete es die meiste Zeit und die Strecke verwandelte sich zunehmend in ein Schlammbad. Das Starterfeld war nicht sehr groß und so war es auch kein großes Problem, daß ich aus der letzten Reihe starten mußte. Mit einen einigermaßen guten Start konnte ich mich in der Nähe der Spitze behaupten und war beim ersten Aufstieg zum Mt. Krumpit sogar vor Brian Matter platziert.
Die erste Abfahrt war mehr ein Versuch herauszufinden, wie weit man fahren kann. Nachdem ich das rausgefunden hatte fuhr ich in den folgenden Runden immer nur bis zur ersten Kehre und lief den Rest. Wobei Laufen auch etwas übertrieben ist, es war mehr ein runterschlittern mit dem Rad in der Hand um das Gleichgewicht zu halten.
Nach einigen Runden hatte sich das Feld weitgehend sortiert und ich bewegte mich zwischen Platz 9 und 11. Nachdem Platz 9 entwischt war durfte ich mir unter Begleitung von Steve Tilford Platz 10 und damit meinen ersten UCI Punkt sichern. Auf der Zielgeraden kam es fast noch zu Stehversuchen, denn Steve wollte als einer der Favoriten für die Masters-WM natürlich keine Punkte holen. Eigentlich war das auch mein Plan, aber nochmal 40 Sekunden auf den nächsten Fahrer zu warten war mir doch zu blöd. Nun darf ich halt nicht bei der Masters-WM in Louisville starten, aber ich werds verkraften...

 

Bloomer Park CX [20.11.2011]

Video von Hans Nyberg

Auf dem Traditionskurs am Velodrom in der Nähe von Rochester Hills stand diesmal ein stärkeres Feld am Start. In der ersten Ecke gab es sogar eine Prämie für den Holeshot, die sicherte sich JB Hancock. Bei der Einfahrt ins Gelände ordnete ich mich an fünfter Position ein. Nach wenigen Runden konnte ich mich gemeinsam mit Tom Burke absetzen, während Jay in der Verfolgergruppe den perfekten Teamkollegen spielte und die anderen die Arbeit machen ließ.
Vorne wechselten wir uns mit der Führungsarbeit ab, aber gegen Mitte des Rennens konnte Christian Tanguy etwas aufholen. Da ich ihn trotz der Tatsache, daß er auf seinem Mountainbike unterwegs war als starken Gegner einschätzte, wollte ich ihn nicht erst herankommen lassen.
In den letzten beiden Runden vergrößerten wir unseren Vorsprung wieder. Wir wußten beide, daß man als Führender in die letzte enge Sektion gehen mußte um das Rennen zu gewinnen. Aber Tom überraschte mich mit einem frühen Angriff, der mir keine Chance ließ nochmal vorbeizukommen. Ich versuchte noch alles im Zielsprint, aber mußte mich mit weniger als 1 m Abstand geschlagen geben.

 

Stony Creek CX [13.11.2011]

Video von Hans Nyberg

Da an diesem Wochenende der USGP in Louisville, Kentucky stattfand, gab es leider nur wenige Starter (8) im Elite-Rennen, davon kamen sogar nur 5 in die Wertung.
Ich startete zum ersten Mal mit einem neuen Trek Cronus. Bei trockenen, aber windigen Bedingungen setzte ich auf Grifo XS Reifen und das war keine schlechte Wahl, auch für die Sandpassage am Strand.
Ich wollte im Hinblick auf die nächsten Rennen an meinen Schwächen arbeiten, also gab ich vom Start weg in der ersten Runde richtig Vollgas. Leider verrutschte an der ersten Bodenwelle im Gelände mein rechter Bremshebel, was mich im Laufe des Rennens zuweilen etwas aus dem Konzept brachte.
Ich setzte mich also vom Start weg in Führung und konnte im Sand erstmals eine Lücke zu meinen Verfolgern öffnen. In der zweiten Runde konnte ich mich dann deutlicher absetzen, aber in der Folge machte ich einige Fehler die mich ziemlich aus dem Rhythmus brachten. Darunter auch ein Stolperer über die Hindernisse, der zu allem Übel auch noch von der Kamera eingefangen wurde.
Am Ende konnte ich das Rennen mit rund 2 min. Vorsprung gewinnen, aber wirklich zufrieden war ich mit meiner Leistung aufgrund der vielen Fehler nicht.

 


Seite 1 von 5