Sven Baumann - Radsport on- und offroad

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Frühjahrsrennen 2012

Die ersten Rennen des Frühjahrs liegen nun bereits hinter mir, Zeit für eine erste Zusammenfassung.
Los gings erstmal mit einem neuen Teamrad, ich fahre in diesem Jahr ein Trek Madone 5.5.
Nach dem Wintertraining überwiegend mit dem Mountainbike, merkte ich gleich wie sehr es mir gefehlt hat, immermal wieder von Autofahrern angehupt und angebrüllt zu werden.
Das erste Rennen für mich war eines der Trainingsrennen auf der Rundstrecke in Waterford. Ich versuchte mich an einigen Attacken zu beteiligen, konnte aber mit keiner entscheidend wegkommen. Insbesondere Mike Simonson brachte immer wieder das ganze Feld zusammen. Als Mountainbiker scherte er sich nicht um irgendwelche Taktiken oder Ergebnisse, sondern war hauptsächlich auf eine gute Trainingseinheit aus. Am Ende gab es für mich einen 8. Platz.
Ein paar Wochen später und mit ein paar weiteren harten Trainingseinheiten, insbesondere beim dienstäglichen Derby-Ride ging ich beim vorletzten Rennen der Spring Training Series in Ann Arbor an den Start. Wir wollte zwar hauptsächlich für Randy fahren, der unser Bestplatzierter in der Gesamtwertung war. Mit diesem Gedanken folgte ich auch einer Ausreißergruppe mit Rob Foshag, dem gefährlichsten Mann für die Gesamtwertung. Irgendwann war jedoch klar, daß unsere Gruppe durchkommen würde und wir überrundeten das Hauptfeld schließlich auch. Ich versuchte beim Zusammenschluß die Gegner mit einer sofortigen Attacke zu überraschen, aber ohne Erfolg. Als das Hauptfeld schließlich das Rennen 3 eher als wir von der Spitzengruppe beendeten, attackierte ich erneut und konnte so die Anzahl der verbliebenen Konkurrenten von 6 auf 3 reduzieren. In der letzten Runde zog Rob Foshag gezwungenermaßen den Sprint in den Gegenwind sehr früh an, so daß ich relativ einfach an ihm vorbeiziehen konnte und so meinen ersten Saisonsieg holen konnte.
Eine Woche später stand mit dem Zeitfahren im Willow Creek Park über 13 Meilen das erste Rennen der Michigan Challenge auf dem Programm. Mit nicht gerade optimaler Vorbereitung - Zeitfahraufsatz am Morgen vorm Start auf das Straßenrad geschraubt - legte ich gleich mal zügig los. In der zweiten Runde mußte ich fast dafür büßen, konnte aber danach die Rundenzeiten halbwegs stabilisieren. Aber meine Hochrechnung der Rundenzeiten ließ wenig Hoffnung auf eine gute Endzeit aufkommen und so war ich mit meiner Zeit von knapp unter 29 min. auch nicht gerade zufrieden. Offenbar ließen aber die Bedingungen nicht mehr zu, denn auch alle anderen fuhren langsamere Zeiten als im Vorjahr. So konnte ich mit 13 Sekunden Vorsprung gegenüber der Konkurrenz mit vollem Zeitfahrequipment trotzdem Saisonsieg Nr. 2 verbuchen.
Am nächsten Tag beim Abschlußrennen der Spring Training Series in Ann Arbor wollte ich gerne den dritten Sieg in Folge holen. Aber alle außer meinen Teamkollegen fuhren quasi gegen mich. Trotzdem gelang es mir mit wiederholten Attacken, eine Spitzengruppe zu bilden in der mit Ray Dybowski auch ein weiterer Wolverine vertreten war. Am Ende konnte ich trotz seiner guten Unterstützung nur den 4. Platz belegen. Ein kurzes Zögern beim Antritt zum finalen Spurt kostete die entscheidenden Meter.
Wiederum eine Woche später ging es bei Michigan Version von Paris-Roubaix um weitere Punkte für die Michigan Challenge. Mit der roten Rückennummer des Gesamtführenden war es natürlich nicht einfach, irgendwie davonzukommen. Ich versuchte auf den Schotterabschnitten bzw. den Übergängen dazu meine Offroad-Erfahrung auszunutzen und die Gegner zu attackieren. Damit gelang es mir, zwischenzeitlich eine Verfolgergruppe hinter den beiden Spitzenreitern zu bilden, aber wir wurden eine Runde später von einer weiteren Gruppe eingeholt. So spurteten wir zu zehnt um den letzten Podiumsplatz, wobei ich als Dritter der Verfolgergruppe mit Platz 5 meine Führung in der Gesamtwertung ausbauen konnte.
Pechvogel des Rennens war Ray, den ich vor dem Rennen überredete, seine guten Wettkampf-Laufräder zu nutzen. Leider fuhr er in aussichtsreicher Position liegend zunächst das Vorderrad und später noch das Hinterrad platt. Als Entschädigung für diese Enttäuschung teilte ich wenigstens mein Preisgeld mit ihm.
Da am folgenden Wochenende keine weiteren Rennen stattfanden nahm ich gemeinsam mit Rob Foshag am 6h MTB-Rennen in Stony Creek teil. Trotz unangenehmen Wetters (ich wurde bereits auf dem Weg zum Rennen durchnäßt und eingeschlammt) konnte wir unsere selbstgesteckte Vorgabe von insgesamt 8 Runden erreichen und somit auch das Rennen gewinnen. Leider bei zugegebenermaßen wenig schlagkräftiger Konkurrenz.