Sven Baumann - Radsport on- und offroad

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Start Rennen 2012 Berichte Cross Saison Teil 2


Cross Saison Teil 2

Nach den ersten beiden lokalen Rennen in Michigan gings schon direkt zum ersten grossen Rennen, dem US Gran Prix of Cyclocross in Sun Prairie, WI.
Dort standen Samstags ein UCI-C1 und Sonntags ein C2 auf dem Programm und natuerlich waren die besten Crosser der Vereinigten Staaten da und dazu noch einige Hochkaraeter aus dem Ausland. Zum Beispiel Lukas Flueckiger, der 2 Wochen zuvor bei der MTB Cross Country Weltmeisterschaft Silber gewann.
Mein Startplatz war nicht so schlecht, dank des einen Punktes vom letzten Jahr. Mein Start dagegen war ziemlich schlecht und ich befand mich zunaechst so um Platz 40 herum. Nach dem anfaenglichen Chaos konnte ich einige Plaetze gutmachen und befand mich zwischenzeitlich auf Platz 22, so dass das Ziel Top-20 durchaus in Reichweite schien. Am Ende ging mir allerdings etwas der Saft aus und ich musste noch 2 Positionen abgeben. Platz 24 war zumindest ein solides Ergebnis.
Am Sonntag ging ich wieder von der gleichen Startposition ins Rennen und wieder war mein Start eher bescheiden. Ich muss einfach aggressiver zur Sache gehen, vor allem wenn das Feld so gross ist (ca. 70 Starter). Im Rennen merkte ich jedenfalls, dass ich nicht so gut unterwegs war wie am Tag zuvor. Die Strecke war etwas geaendert und somit schneller, aber wenn die Power fehlt, dann nuetzt das eben auch nichts. Dazu kamen noch ein kleiner Ausrutscher und ein wenig unkonzentriertes Gestolper ueber die Hindernisse. Am Ende kam ich auf einem etwas enttaeuschenden 31. Platz ins Ziel.
Fazit des Wochenendes: beide Rennen in der Fuehrungsrunde beendet, einmal im Preisgeld, leider keine Top-20 Platzierung geschafft. Und ich habe dringend bessere Starts noetig.
Eine Woche spaeter standen im Kensington Park die Rennen 2 und 3 der Tailwind Serie auf dem Plan. Die Strecke war extrem staubig, sehr holprig, hatte ueberhaupt kein Gras und war wenig cross-like. Mein Start war sehr gut diesmal, obwohl auf die Startgerade auch nicht wirklich eines Crossrennens wuerdig war. Nachdem ich die anfaengliche Spitzengruppe auf 3 Mann reduziert hatte teilten wir uns mehr oder weniger in die Fuehrungsarbeit. 3 Runden vor Schluss verabschiedete sich eine Speiche in meinem Hinterrad. Ich dachte kurz ueber einen Wechsel nach, da das Rad damit an den Bremse schliff, entschied mich aber dagegen aufgrund des Zeitverlustes und da ich nur Drahtreifen auf dem Ersatzrad hatte. Am Ende lief es wieder auf einen Sprint hinaus. Eigentlich habe ich alles richtig gemacht und in der letzten Sektion die Fuehrung uebernommen, das Tempo so hoch gehalten, dass keiner vorbei konnte. Trotzdem musste ich mich auf der Zielgeraden erneut Adam York geschlagen geben, diesmal nur um knappe 30 cm.
Tags drauf gabs die gleiche Strecke in umgekehrter Richtung mit leichten Aenderungen. Mein Start war erneut super und ich kam als dritter am Ende der ersten Runde durch den Sandkasten. Dort erwischte ich keine gute Spur, verlor viel Schwung und schlug mir das linke Knie am Vorbau an...Aua. Beim Versuch die verlorenen Meter schnell wieder gutzumachen legte ich dann noch einen richtigen Abflug hin. Bis ich mich dann wieder gesammelt hatte waren gute 45 Sekunden dahin. Ich ueberholte zwar in der Folge einige Leute und andere hatten Material- oder aehnlich Probleme. Irgendwann fuhr ich zwar auf Platz 2, aber konnte den Rueckstand nach vorne nicht verringern. Ein erneuter Sturz in der vorletzten Runde, als ich schon ein wenig zurueckgenommen hatte, zog mir vollends den Zahn. Wenigstens das Material blieb unversehrt, meine Schrammen und blauen Flecken durfte ich dann in der Woche kurieren.
Nachdem der September ohne einen einzigen Sieg vergangen war fuhren wir eine Woche spaeter zum OVCX Rennen nach Xenia, OH. Dort wartete ein "echter" Cross-Kurs auf uns. Leider ist die Startaufstellung dort entsprechend der Gesamtwertung, so dass ich ganz hinten Aufstellung nehmen musste. Ein super Start und erste Runde brachten mich in die Spitzengruppe auf Platz 4. Waehrend die Spitzengruppe sich verkleinerte versuchte ich an Mitchell Kersting dranzubleiben, aber irgendwann nach  3 Runden zog er davon. Ich versuchte den Abstand klein zu halten und gleichzeitig Tom Burke hinter mir zu halten. Aber 2 Runden vor Schluss kam er an mich ran und ich hatte keine Kraft mehr um ihm zu folgen. Der Kurs war wirklich sehr kraftraubend und relativ langsam. Am Ende war ich ziemlich breit und froh, dass das Rennen vorbei war, auch wenn noch eine ganze Runde zur vollen Stunde Renndauer fehlte. Ausser dass meine Power am Ende weg war kann ich zufrieden sein mit dem Rennen. Guter Start und erste Runde, wenig Fehler, darauf laesst sich aufbauen.