Sven Baumann - Radsport on- und offroad

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OVCX BloomingCross

In diesem Jahr wollen wir vom Wolverine Racing CX team moeglichst viele Rennen der Ohio Valley Cyclocross Serie mitfahren. Auftakt bildete das Rennen in Bloomington, Indiana. Das bedeutete insgesamt 6 h Anfahrt fuer mich, so daß wir am Abend vorher anreisten und in Indianapolis uebernachteten. Das Wetter am Renntag war super, sonnig und angenehme 20 Grad. Nach Ankunft gabs erstmal das uebliche Programm mit Nummer holen, Material auspacken und vorbereiten. Als dann mal eine Luecke im Rennprogramm war hab ich schnell mal ne Runde auf der Strecke gedreht. Sehr trocken und staubig aber auch etwas rutschig. Dann noch ein wenig aufwaermen auf der Straße und nochmal 2 Runden auf der Strecke. Bei der Gelegenheit hab ich mich auch mal gleich noch hingelegt, war aber nicht weiter schlimm.
Dann ging das Rennen los, ich hatte einen guten Start aus der ersten Reihe und kam als 4. aus der ersten Kurve raus. Aber bereits 2 Kurven spaeter sprang meine Kette ab und ich verlor viele Positionen. An etwa Position 15 kam ich dann aus dem naechsten Geschlaengel wieder raus und ab da war das Ueberholen sehr schwierig. In der zweiten Runde
hatte ich mich aber an der Verfolgergruppe vorbeigearbeitet und lag auf Platz 3. Nicht weit dahinter war mein Teamkollege Tom Burke, der sich dann ebenfalls aus der Verfolgergruppe loeste. Wirklich naeher an Platz 2 kam ich nicht heran, konnte aber den Rest in Schach halten.
1.5 Runden vor Schluß unterlief mir dann ein Konzentrationsfehler und ich geriet mit dem Bremshebel ins Absperrband der Streckenbegrenzung. Das zog das Rad unter mir weg und da lag ich. Damit war Tom vorbei und obwohl ich alles versuchte ihn wieder einzuholen, kam ich nur als enttaueschter 4. ins Ziel.
Nach Ausfahren und Einpacken gings dann auf die lange Reise nach Hause. Kurz vor Mitternacht war ich dann daheim.

Video Highlights by dirtwire.tv

 

Michigan State Championship Road Race

Am vergangen Wochenende wollte ich meinen Titel als Michigan State Champion im Straßenrennen verteidigen. Das Rennen fand diesmal in Lawton statt und sollte über 6 Runden und insgesamt 80 Meilen gehen, also für ein State Championship Rennen etwas kürzer als in den vergangenen Jahren. Vor 2 Jahren konnte ich bei diesem Rennen meinen ersten Sieg auf amerikanischem Boden feiern, daher war ich natürlich optimistisch, auch wenn die Konkurrenz diesmal wesentlich stärker sein würde.

Gleich vom Start weg gings ziemlich schnell los mit einer Attacke von Steven Broglio, beruhigte sich aber nach einer halben Runde.Nach dem Anstieg in der 2. Runde konterte ich eine Attacke von Nate Williams und war dann Teil einer 8-Mann Spitzengruppe. Wir waren wirklich super schnell unterwegs, 50, teils 60 km/h wenns leicht bergab ging. Für mich wars auf den Abfahrten und Flachstücken richtig hart dranzubleiben, an den Anstiegen hatte ich dagegen keine Probleme. So haben wir dann unsere Runden gedreht, immer fast am Anschlag. Kurz vor Beginn der letzten Runde holte uns dann eine Verfolgergruppe ein und die Karten waren plötzlich neu gemischt. Als dann die entscheidende Attacke ging von Derek Graham ging, versuchte ich zu folgen als Tom Burke nachsetzte, aber ich konnte die Lücke nicht schließen. So setzten sich dann 3 Mann ab und machten das Podium unter sich aus. Ich wurde noch 2. aus dem Hauptfeld, also insgesamt Platz 5.

Es war ein ziemlich hartes Rennen, Durchschnittstempo 41,5 km/h! Und heiß war es außerdem auch.

 

Michigan State Championship Time Trial

Nach dem Desaster mit Platz 7 im Vorjahr war ich diesmal deutlich besser vorbereitet fuer das Zeitfahren zur Michigan State Championship.
Das Rennen fand in Grand Rapids statt auf einer 20 km Wendestrecke. Dazu gab es wesentlich mehr Kurven und Huegel als im Vorjahr. Das sollte mir also entgegen kommen. Auch die Erkundung des ersten Streckenteils machte sich definitiv bemerkbar.
Auch diesmal durfte ich wieder als erster der Cat.1/2 Starter auf die Strecke gehen. In der zweiten Kurve haette es mich allerdings fast erwischt, als das Hinterrad leicht ins rutschen kam. Bis zur Wende hatte ich eigentlich ein gutes Gefuehl und der Abstand auf den nach mir gestarteten Mitfavoriten Tom Burke schien in etwa gleich geblieben zu sein.
Auf dem Rueckweg hatte ich aber dann ganz schoen zu kaempfen und kam letztlich mit einer Zeit von 25:52 min. ins Ziel.
Nur Tom Burke unterbot diese Zeit noch um 4 Sekunden und holte sich somit den Sieg. Insgesamt war es ein super enges Rennen mit den ersten 6 Fahrern innerhalb von 22 Sekunden, die ersten 3 waren sogar nur durch 6 Sekunden voneinander getrennt.
Allerdings muß man fairerweise sagen, daß die beiden anderen Mitfavoriten Alex Vanias und Alexey Vermeulen kurzzeitig falsch abgebogen waren. Sonst haetten sie sicher noch mehr in den Kampf um den Sieg eingegriffen. Tatsaechlich war die Streckenabsperrung und Markierung aeußerst mangelhaft, allerdings konnte man bei entsprechender Vorbereitung auch richtig fahren...

 

Cherry Roubaix

Das Cherry-Roubaix Wochenende fand diesmal schon im Juni statt, 2 Monate frueher als sonst. Diesmal gabs sogar eine Omnium-Wertung aus Zeitfahren, Kriterium und Straßenrennen. Ich nahm aber nur an den letzten beiden Rennen teil.
Das Kriterium am Samstag abend nutzte ich hauptsaechlich um die Beine mit der entsprechenden Intensitaet in Gang zu bringen. Die Runde war die gleiche wie in den letzten Jahren, wurde jedoch in umgekehrter Richtung gefahren. Am Ende lief es auf einen Massenspurt hinaus. 2 Runden vor Schluß war ich sehr gut positioniert, konnte mich aber da nicht behaupten. Danach war es so schnell, daß ich mich nicht wieder in eine gute Ausgangsposition bringen konnte, Platz 12 war dann das Endergebnis.
Sonntag morgen startete das Straßenrennen noch im Nebel nach dem naechtlichen Gewitter. Die Runde war fast die gleiche wie im letzten Jahr und ebenfalls 4x zu befahren. Allerdings ging es zum Ziel die Sugar Loaf Mountain Road hinauf, also quasi ein direkte Bergankunft.
Die erste Runde war extrem hart, da staendig Attacken gefahren wurden. Als einziger Starter meines Team konnte ich nicht allem folgen und so verpaßte ich auch die entscheidende Attacke. In der zweiten Runde wollte dann niemand das Tempo machen, so daß der Rueckstand stark anwuchs. Am Ende der zweiten Runde versuchte ich am Schlußanstieg eine Tempoverschaerfung in der Hoffnung, damit eine Selektion herbeifuehren zu koennen. Das funktionierte leider nicht, aber kurz danach loeste sich eine kleine Gruppe mit Topleuten wie David Williams und Alexey Vermeulen, aber ohne mich. Am naechsten Anstieg versuchte ich dahin aufzuschließen, was jedoch nur dazu fuehrte, daß ich das Hauptfeld (bzw. was davon noch uebrig war) wieder heranfuehrte. Dennoch war danach das Tempo weiterhin hoch, so daß wir den Abstand zu Spitze deutlich reduzieren konnten.
In der letzten Runde war es dann vorbei mit der Einigkeit und so konnten wir leider den Rueckstand nicht mehr aufholen. Es blieb nur der Spurt um die verbleibenden Plaetze hinter der Spitzengruppe wo ich hinter Mike Anderson den insgesamt 6. Platz belegte.

 

Cone Azalia

Wie im letzten Jahr startete ich nach dem Zeitfahrsieg vor einer Woche mit der roten Rueckennummer bei Cone Azalia. Und wie im letzten Jahr war das Wetter super sonnig und angenehm warm.
Unser Team war mit Tim Finkel, Ray Dybowski, Ryan Rodd, Scott Kroske und mir in guter Zahl vertreten. Allerdings ging fuer Tim das Ungemach schon kurz nach dem Start los, denn er mußte anhalten nachdem sich das Kabel seiner elektronischen Schaltung geloest hatte. Bei der Aufholjagd ließen er und Scott fruehzeitig Kraefte. Auf dem ersten Schotterabschnitt gingen gleich wieder einige Trinkflaschen fliegen, was spaeter fuer mich auch ein Problem mit sich bringen sollte. Auf dem zweiten Schottersektor hatte ich dann leider hinten einen Platten. Der Wechsel ging schnell und mit Hilfe von Ray konnte ich recht schnell wieder zum Feld aufschließen. Gerade als ich den Anschluß herstellte wollte keiner im Feld was fuer das Tempo tun, also fuhr ich mit dem Schwung meiner Aufholjagd einfach durchs Feld und vorne wieder raus. Zwischenzeitlich hatte sich bereits ein Fahrer abgesetzt, dessen Verfolgung ich nun uebernahm. Irgendwann kam ich jedoch nicht mehr naeher und so steckte ich fuer 2 Runden im Niemandsland zwischen dem Spitzenreiter und dem Hauptfeld bis ich wieder eingeholt wurde. Dazu hatte ich dann auch irgendwann nichts zu trinken mehr und mußte warten bis mir jemand von unserem Team eine Flasche reichte, dazwischen war ich 3 Runden ohne irgendwas unterwegs.
Kurz dananch war ich allerdings beinahe abgehängt, einmal kurz nicht aufgepaßt bei einer Tempoverschaerfung und ich hing wieder hinten drin. Nach einigen km anstrengender Aufholjagd konnte ich jedoch wieder aufschließen, allerdings gingen dann auch gleich wieder die Attacken los. Zum Glueck konnte ich mich dann in der ersten Haelfte des geteilten Feldes behaupten. Eingangs der letzten Runde durften wir dann noch ein paar Minuten an einer geschlossenen Bahnschranke warten. Danach gings erstmal gemütlich weiter, und das obwohl es die letzte Runde war. Am Ende gingen noch ein paar Attacken, aber diesmal verhielt ich mich ziemlich clever und blieb an den Hinterrädern der richtigen Sprinter. Die waren dann zu platt um noch groß was zu reißen weil sie den ganzen Attacken folgen mußten. So konnte ich dann noch den 2. Platz hinter Dan Korienik holen im Sprint. Witzigerweise gehörte das Hinterrad das ich beim Wechsel bekommen hatte dem Sieger. Er hat dann im Spaß gemeint, wenn ich ihn damit geschlagen hätte wäre er sauer gewesen...

 


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