Sven Baumann - Radsport on- und offroad

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Inselsberg-Marathon [22.05.2011]

Zum ersten Mal seit einigen Jahren fand in Tabarz wieder ein Mountainbike Marathon statt und die Veranstalter wurden mit gutem Wetter und einem ansehnlichen Starterfeld von 180 Leuten belohnt. Die Runde war wohl ähnlich wie früher, aber das half mir nichts, da ich dort nie am Start war. Sehr schwer war es auf jeden Fall, denn es standen zwei Runden über ingesamt 60 km mit über 2000 hm auf dem Programm.

Nach kurzem neutralisierten Start ging es erstmal endlos bergauf, wo ich zusammen mit dem späteren Sieger Sebastian Stark und den beiden schnellsten der Kurzstrecke die Spitzengruppe bildete. Nach einer kurzen Abfahrt verlor ich durch einen harmlosen Sturz an einer Treppenabfahrt den Kontakt zu meinem Gegner. Zwar konnte ich ihn zunächst auf Sichtweite behalten, doch am nächsten Anstieg wurde ich von einigen anderen Fahrern eingeholt und überholt. Bei der ersten Passage über den Großen Inselsberg war ich nur 7. der Langstreckenfahrer. Auf der Abfahrt konnte ich wieder aufschließen und wir gingen als Vierergruppe in die zweite Runde, wo wir hinter Sebastian Stark und Matej Meyer um Platz 3 kämpften.

Bei der zweiten Auffahrt zum Inselsberg fiel dann die Entscheidung. Gilbert musste bereits auf dem Schotteranstieg zuvor abreißen lassen und ich konnte mich noch von Bastian Wauschkuhn absetzen. An Sebastian Ortmann konnte ich jedoch nicht ganz dranbleiben, hatte aber noch die Hoffnung, ihn auf der Abfahrt wieder einholen zu können. Leider klappte das nicht ganz und so musste ich mich mit 12 Sekunden Rückstand mit Platz 4 zufrieden geben.

Nach ein paar kurzen Pläuschchen packte ich meinen Kram und machte mich auf den Heimweg. Erstmal musste ich mich wieder hoch auf den Rennsteig quälen und dann bekam ich an der Ebertswiese noch eine ordentliche Dusche. Am Ende war ziemlich kaputt und war froh als ich nach über 120 km endlich daheim war.

 

Thüringer LVM Zeitfahren [21.05.2011]

Wie schon vor zwei Jahren wurde die Zeitfahr-Landesmeisterschaft vom Jenaer RV ausgerichtet, diesmal in Graitschen. Die Strecke war zwar mit 10,5 km relativ kurz, aber mit einigen giftigen Anstiegen und vielen Kurven sowie 2 Wenden gespickt.

Aufgrund Tilmans Tipp war ich rechtzeitig da und konnte so die Strecke noch einmal komplett abfahren. Zum Rennverlauf gibt es bei einem Zeitfahren naturgemäß wenig zu berichten, einfach Vollgas fahren und danach hoffen, daß keiner schneller ist. An der ersten Wende bremste ich zu spät, so daß ich erst 10 Meter später umdrehen konnte. Die Kurven am Abzweig zur zweiten Wende ging ich etwas verhalten an, da ich diese zuvor nicht mit vollem Tempo ausprobieren konnte und auf diesem holperigen und schmutzigem Abschnitt nicht zu viel riskieren wollte. Nicht optimal war auch, daß ich auf dem Rückweg von der zweiten Wende den vor mir gestarteten Rene Sachse gerade an diesem engen Kreuzungsbereich überholen musste.

Am Ende erreichte ich das Ziel nach einer Fahrzeit von 14:09 min und war damit 3 Sekunden schneller als Sascha Damrow. Damit holte ich nach 2009 zum zweiten Mal den Landesmeistertitel im Zeitfahren und meinen fünften insgesamt. Der dritte Platz ging an Tilman Zscheckel. Meine Zeit blieb dann auch die Tagesbestzeit, allerdings war Christian Bach (der seltsamerweise trotz Lizenz im Jedermann-Rennen startete) der zweitschnellste des Tages (2 Sekunden zurück).

 

 

Fränkische Schweiz MTB Marathon [15.05.2011]

Am Morgen nach der Straßen-LVM gings direkt auf Dienstreise nach Amerika. Leider hatte ich dort keine Möglichkeit, mal eine Runde auf dem Rad zu drehen. Freitag gings wieder nach Hause und nach dem Nachflug kam ich dann Samstag mittag in Hallstadt an. Beine auslockern und eine Probefahrt inkl. Streckenerkundung waren angesagt sowie etwas Schlaf nachholen.

Sonntag früh waren die Beine schon auf dem Weg nach Litzendorf ziemlich fest. Trotzdem lief es auf den ersten Kilometern ganz gut und ich konnte mich in der Spitzengruppe halten. Leider nur für die ersten 10 km, denn dann ging es rückwärts. Als die Spitze mal kurz einen Abzweig verpasste konnte ich den Kontakt wieder herstellen. Leider nur kurz, denn an der "Lohndorfer Mauer" verschwanden die Besten endgültig aus meinem Sichtfeld. Da halfen auch die Anfeuerungen von Ralf und Guido wenig...

Gegen Ende der ersten Runde hatte ich mich wieder halbwegs gesammelt und eine Gruppe gefunden, in der ich mitfahren konnte. Interessanterweise waren alle in der Gruppe auf 29ern unterwegs! Auf den letzten 20 km zerfiel dann unsere Gruppe. Erst musste Jens Scholze an der Lohndorfer Mauer abreißen lassen und am letzten Anstieg konnte ich die anderen beiden abhängen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich dann auch wieder neue Motivation gefunden und beschlossen, nochmal richtig Gas zu geben anstatt einfach nur mitzufahren und es auf einen Schlußspurt ankommen zu lassen. So konnte ich sogar noch einen Platz gutmachen und wurde insgesamt 12., allerdings mit einem Rückstand von 11 min. auf den Sieger Christian Schneidawind (Team Texpa Simplon).

Herzlichen Dank an dieser Stelle auch an Organisator Felix Rohrbach und sein Team von Bonanza Radmobil für die gelungene Veranstaltung, die tolle Strecke und die Unterstützung.

 

Thüringer LVM Straße [08.05.2011]

Wie in den letzten Jahren fand unsere Landesmeisterschaft auf dem bekannten Kurs zwischen Elxleben und Witterda statt. Allerdings war das Ziel diesmal, wie zuletzt vor 5 Jahren, direkt in Witterda. Das sorgte für einen deutlich größeren Zuschauerzuspruch als in den Vorjahren.

Nach dem Aus des Team Highworks stand Jenatec als einzige echte Mannschaft am Start und stellte auch gleich mal ein Drittel des Starterfeldes. Los gings und durch den Start am Berg bedingt wurde gleich wurde ordentlich Laktat in die Beine gespült. In der dritten Runde gab es dann den ersten ernsthaften Vorstoß, bei dem ich zusammen mit Christian Kreuchler und Martin Knape einer 6-Mann Armanda von Teccies gegenüberstand. Die wollten jedoch nicht mit Tempo machen und so wurde die Gruppe wieder eingeholt. In der Folge wurde immer am Berg schnell gefahren, so daß sich keiner absetzen konnte. Dafür wurde im Flachen gebummelt und einige Fahrer konnten sich (jeweils mit einem orangen Leibwächter) absetzen. Leider gehörte ich nicht zu den Glücklichen und so sammelten sich zwischenzeitlich 6 Mann in diversen Spitzengruppen, während ich mit einigen anderen dafür sorgte, daß das Tempo nicht ganz einschlief. In der letzten Runde konnten wir noch einige Fahrer loswerden, während von vorne Hüthchen wieder auf dem Weg zurück war. Auf den letzten Kilometern gab es noch einige Attacken und ich konnte mich bei den Verfolgern durchsetzen und somit Platz 6 belegen.

Alles in allem war es durch die zahlenmäßige Überlegenheit der Jenatec Mannschaft ein sehr komisches Rennen und es bleibt zu hoffen, daß es in den nächsten Jahren mal wieder ein weiteres Amateurteam in Thüringen gibt um ein Gegengewicht zu bilden. Trotz unübersehbarer Feindseligkeiten (no pun intended!) standen sich die Teccies letztlich doch nicht genügend im Weg und holten sich die ersten 3 Plätze. Bester echter Thüringer (nach den Sachsen-Importen) wurde David Machnitzky (Weimar).

 

Lichtensteiner Kriterium [01.05.2011]

Eine Woche vor der Landesmeisterschaft im Straßenrennen mußte ich doch mal wieder was für meine Rennpraxis tun und so ging ich beim Kriterium in Lichtenstein/Sachsen an den Start. 45 Runden über insgesamt 60 km galt es zu bewältigen und der Rundkurs sollte mir aufgrund seiner alles andere als flachen Topographie entgegenkommen.

Kurz nach der ersten Wertung - bei der ich nicht punkten konnte - setzte sich eine Spitzengruppe mit allen Favoriten ab und ich war auch dabei. Schnell war klar, daß dies die Gruppe des Rennens sein konnte, denn mit zwei Fahrern vom Team Isaac (Rieger und Volkmann) sowie Rene Heinze (Jenatec) und Christian Kux (Collos DSC) waren die stärksten Fahrer und Teams dabei. Später gesellte sich noch Enrico Knobloch dazu während Karsten Rieger zurückfiel. Bei der zweiten und dritten Wertung konnte ich jeweils punkten, doch danach lief es etwas zäh. Während Heinze und Knobloch mit getrennten Solo-Fluchten jeweils mehrere Wertungen gewannen hatte ich genug damit zu tun an der Gruppe dranzubleiben. Mit noch ein paar weiteren Pünktchen konnte ich meinen Zählerstand auf 5 ausbauen, so daß ich zumindest mal auf Platz 5 der Fahrer der Spitzengruppe lag. 9 Runden vor Schluß gelang dann der Rundengewinn, womit meine Platzierung endgültig gesichert schien. Danach blieb das Tempo im Feld immer hoch, und somit konnte ich am Ende mit einem fünften Platz meine erste Platzierung dieser Saison einfahren. Sieger des Rennens wurde Ex-Milram Profi Christian Kux.

Nach dem Zieleinlauf stellte ich fest, daß sich meine Hinterbremse gelockert hatte und ständig an der Felge schliff! Vielleicht liefs deshalb in der zweiten Rennhälfte so zäh...?

 


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