Sven Baumann - Radsport on- und offroad

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Kyffhäuser Berglauf [09.04.2011]

Drei Wochen nach meinem erfolgreichen Saisonauftakt auf dem MTB wollte ich natürlich beim Kyffhäuser Berglauf über 42 km da weitermachen wo ich aufgehört hatte. Die Konkurrenz war trotz der Abwesenheit der Texpa-Jungs stark, u.a. mit Marco Schätzing, Christopher Maletz und Sebastian Geimecke.

Als es nach der anfänglichen Asphalt-Bolzerei endlich ins Gelände ging drückte Chris gleichmal richtig aufs Tempo und quälte uns alle am ersten Berg. Oben stand dann eine 5er Spitzengruppe mit Maletz, Schätzing, Geimecke, Danowski und mir. Leider hatte ich dann nach 20 km kurz vor dem Gipfel des Kyffhäuser einen Platten und damit war das Rennen für mich gelaufen. Da ich nichts zum reparieren dabei hatte musste ich warten bis mir zwei freundliche Mitfahrer Pumpe und Schlauch borgten und irgendwann konnte ich dann auch weiterfahren. Im Ziel war ich dann 20 min. nach den beiden Erstplatzierten Marco Schätzing und Christopher Maletz...

Leider habe ich den freundlichen Pumpen-Ausleiher nicht wieder ausfindig machen können, aber falls du das hier liest: Bitte melde dich bei mir, damit ich dir deine Pumpe wiedergeben kann!

 

Backnanger Rundstreckenrennen [03.04.2011]

Erstes Rennen mit meinem neuen BMC Racemachine war das Rundstreckenrennen in Backnang-Waldrems am vergangenen Wochenende. Bei sommerlichen Temperaturen waren 34 Runden zu je 2,5 km zu bewältigen, insgesamt also 85 km. Der Rundkurs beinhaltete einen Anstieg nach der Zieldurchfahrt, gefolgt von einen welligen Zwischenstück bevor es in die Abfahrt ging, an deren Ende eine scharfe Linkskurve wieder auf die Zielgerade führte.

Als nach den verhaltenen ersten Runden die Attacken losgingen war ich zunächst in einer 4-köpfigen Spitzengruppen mit dabei, zu der sich dann immer mehr weitere Fahrer gesellten. Ich konnte zumindest mal die erste Prämie gewinnen, verpasste es allerdings Torsten Marx zu folgen, der sich davonmachte als die Gruppe vom Hauptfeld wieder eingeholt wurde. In der zweiten Rennhälfte konnten sich immer wieder mal einzelne Fahrer absetzen wenn das Tempo im Feld verschleppt wurde. Auch ich probierte es 5 Runden vor Schluß nochmal, wurde jedoch nach einer Runde wieder gestellt.

Am Ende holte sich Torsten Marx nach langer Soloflucht den Sieg, ich konnte im Sprint des Hauptfeldes immerhin Platz 16 belegen, leider knapp hinter den Preisgeldrängen. Mit meiner Form bin ich soweit zufrieden, wenn auch nicht mit dem Ergebnis. Aber ich konnte die Tempowechsel gut verkraften und hatte auch am Rennende noch Kraft für einen Attacke. Auch das neue BMC Teamrad hat seine Feuertaufe mit Bravour bestanden, echt klasse wie leicht sich das Bike beschleunigen lässt...aber bei grade mal 7 kg ist das wohl auch kein Wunder!

 

Possenlauf [19.03.2011]

Am vergangenen Wochenende gings (endlich?) mit der Rennerei für mich los, zunächst mal offroad. Beim 21. Possenlauf in Sondershausen waren 2 Runden über insgesamt 46 km zurückzulegen. Angeblich gibts auf dem Possen auch Bären, also wollte ich wenigstens schnell genug sein um nicht gefressen zu werden...

Die ersten 10 km verliefen zunächst flach oder bergab, so daß keiner wirklich Tempo machen wollte und ich die großen Räder rollen lassen konnte. Gegen Mitte der Runde hatte ich einen derben Kettenklemmer und mußte kurz mal vom Rad. Dummerweise war danach die Strecke recht schmal, so daß ich etwas Zeit brauchte um den Anschluß an die Spitze wieder herzustellen. Gerade als ich wieder nach vorne kam setzten sich die beiden Texpa-Simplon Fahrer Christian Kreuchler und Michael Schuchardt vom Rest des Feldes ab. Ich konnte zu den beiden aufschließen und so bildeten wir gemeinsam die Spitzengruppe. Am Ende der Runde merkte ich, daß Micha an den Anstiegen etwas Probleme hatte und so nutzte ich die Gelegenheit zur Attacke um ihn loszuwerden. Nach einer Weile beteiligte sich auch Christian wieder an der Führung und wir konnten unsere Spitzenposition behaupten. Kurz vor dem längsten Anstieg waren einige Verfolger wieder auf Sichweite, aber wir drückten den Anstieg dermaßen hoch, daß danach niemand mehr zu sehen war. Danach versuchte Christian mich mit mehreren Attacken am Berg abzuschütteln, aber ohne Erfolg. Als er alle Körner verschossen hatte konterte ich seinen letzten Angriff am letzten Anstieg einen Kilometer vor dem Ziel und rollte ungefährdet als Sieger über die Linie.

Mit dem ersten Saisonsieg für das Team BMC actionline gewann ich auch die Zuversicht, daß sich das Wintertraining ausgezahlt hatte. An dessen Schluß stand Anfang März ein einwöchiges Trainingslager auf Teneriffa. Dort gibts bekanntermaßen nur Berge und so sammelten sich innerhalb einer Woche gut 15000 Höhenmeter an. Das Highlight war eine große Runde über den Teide mit knapp 180 km und über 3600 hm. Allerdings wurde diese Aktion durch Regen und Kälte auf der Abfahrt noch zusätzlich erschwert. Aber was einen nicht umbringt macht bekanntermaßen nur härter.

 

Cross-Saison

Mit dem Team BMC actionline nahm ich in diesem Herbst an mehr Crossrennen teil als in den Vorjahren, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Hier die Kurzfassung:

Nach Platz 36 beim C2-Rennen in Contern (LUX) lief es zwei Wochen später in Mannheim bereits wesentlich besser. Anfangs hielt ich mich bei dem gute besetzten Rennen in den Top-Ten, doch mit zunehmendem Regen schlich sich etwas Unsicherheit ein und durch einige Fahrfehler fiel ich dann noch etwas zurück. Platz 13 war das Resultat, nicht gerade zufriedenstellend, aber wenigestens wurde ich nicht überrundet.

In Bayrisch-Sibieren (Döhlau bei Hof) stand dann ein weiteres Rennen der Kategorie C2 auf dem Programm. Bei kalten Temperaturen und sehr schlammiger Strecke konnte ich mich auf Platz 25 behaupten. Eigentlich hatte ich einen Platz unter den ersten Zwanzig anvisiert, aber ich konnte mit dem Rennen trotzdem einigermaßen zufrieden sein.

Beim Rennen in Herpersdorf legte ich mal wieder einen besonders schlechten Start hin, begünstigt von einer schlechten Startposition und einer sehr kurzen Startgerade. Danach gelang es mir jedoch kontinuierlich Plätz gut zu machen, obwohl es nur wenig Gelegenheiten zum Überholen gab. Gerade als ich an den Top-Ten dran war wurde ich durch einen Fahrfehler und eine heruntergefallene Kette zurückgeworfen. Zwei Runden vor dem Ende konnte ich dennoch erneut den zehnten Platz übernehmen, aber es sollte noch einen harten Fight geben. Auf der schlammigen Wiese musste ich mich am Ende noch Oliver Vonhausen geschlagen geben und mit Platz 11 zufrieden sein.

Tags darauf fand ich in Dornburg eine eingeschneite und überfrorene Strecke vor. Dennoch kam ich im Rennen anfangs gut zurecht und behauptete mich auf Platz 4. Dank Björns Unterstützung hatte ich sogar ein Ersatzrad zur Verfügung, was ich auch nutzte, denn die hinteren Ritzel waren recht schnell mit Schlamm und Eis zugesetzt. Leider verlor ich durch einige Fahrfehler bei nachlassender Konzentration noch einige Plätze und in der letzten Runde auch noch durch die mit Schlamm zugesetzte Kassette - nur die 3 größen Ritzel waren noch gängig. Platz 8 war am Ende eine kleine Enttäuschung.

Noch mehr Schnee gabs dann bei der LVM - in dem Zustand hatte die Strecke mit Cyclocross wenig zu tun, man musste die Hälfte der Runde laufen. Zu Beginn des Rennens konnte ich noch halbwegs auf Schlagdistanz zur Spitze bleiben, allerdings entschied ich mich nicht konsequent fürs Laufen im Tiefschnee, so dass ich einiges an Zeit mit auf- und absteigen verlor.
Dazu kamen noch einige (harmlose) Stürze im Tiefschnee, aber auch zwei auf dem harten Eis. Platz 10 insgesamt und nur vierter in der LVM-Wertung war das ernüchternde Ende meiner Cross-Saison. Glückwunsch an Michael Schuchardt, der sich souverän den Meistertitel holte.

 

Oktober-Rennen

Allerlei verschiedene Disziplinen standen in den letzten Wochen im Rennkalender, also kommt hier mal eine kurze Zusammenfassung.

Am 10. Oktober fand in Güntersleben der 1. Maintal MTB Marathon statt. Es ging über 2 Runden und insgesamt 58 km. Vom Start weg wurde ein hohes Tempo angeschlagen und so bildete sich nach kurzer Zeit eine 4-Mann Spitzengruppe. Kurz vor der ersten Abfahrt machte ich den Fehler, mich als letzter einzusortieren. Während vorne der Local Janosch Bühler die Abfahrt hinterdonnerte mußte ich mich erstmal anstellen. Als ich schließlich den Bremser überholten konnte waren die beiden Führenden schon gut 200 m weg. Auf den asphaltierten Wirtschaftswegen durch die Weinberge konnte ich rechtzeitig vor dem folgenden langen und steilen Anstieg wieder aufschließen. Am Ende des Anstiegs waren nur noch Janosch und ich gemeinsam vorne. So beendeten wir auch die erste Runde, wobei ich öfters mal in den Abfahrten etwas Zeit einbüßten, denn Janosch konnte seine Streckenkenntnis gut ausnutzen. In der zweiten Runde blieb ich auf der Abfahrt zunächst dran und konnte am ersten steilen Anstieg etwas Vorsprung rausholen. Allerdings fiel mir kurz danach die Kette runter und verklemmte sich. Nach ewig langem Dranrumgezerre konnte ich weiterfahren, allerdings war mein Gegner nun wieder vorbei. Ich konnte aber schnell wieder aufschließen und ließ das Big-Bike anschließend ordentlich durch die Trails fliegen, um den Kollegen wieder abzuhängen. Danach gings zügig weiter ins Ziel, wo ich nach 2:30 h als Sieger ankam.

Zwei Wochen später gings auf die weite Reise nach Contern (Luxemburg) zum ersten Cross-Rennen mit meinem neuen Team BMC-actionline. Am Start waren jede Menge Belgier, Franzosen und Luxembürger, also ungefähr alles was nicht beim Weltcup in Plzen dabei war. Nach dem ich bei der Streckenerkundung in einem Schlammloch über den Lenker ging, war ich durch einen angebrochenen Bremshebel etwas gehandicapt. Beim Start verhedderte ich mich gleich mal mit einem Gegner, so daß ich quasi als letzter wegkam. Die Beine waren anschließend ganz okay, allerdings war meine Fahrtechnik auf dem Crosser noch etwas, naja, verbesserungswürdig. 3 Runden vor Schluß war das Rennen für mich vorbei, als der Sieger Steve Chainel (BBox, Frankreich) mich überrundete. Ich wurde schließlich als 36. gewertet, aber immerhin noch vor dem Lotto-Profi Jonas Ljungblad, letztes Jahr schwedischer Meister auf der Straße.

Am letzten Wochenende gings dann wieder aufs MTB, zum Dolmar Bergzeitfahren, dem letzten Lauf des Rennsteig-Dolmar-Cups. Nachdem die Zeitung in der Woche davor schrieb, ich hätte noch Chancen auf den dritten Platz wollte ich diese natürlich NICHT nutzen. Schließlich hatte ich mein Streichresultat mit dem Auslassen des Zella-Mehlis genommen, im Gegensatz zu den beiden in der Gesamtwertung vor mir platzierten. Im Wesentlichen gings für mich darum, vor den Konkurrenten in der Gesamtwertung zu bleiben, denn der Tagessieg konnte eigentlich nur an Christian Kreuchler gehen. Gemeinsam mit Henry Beck gings dann auf die Reise und Henry sorgte am Anfang für ordentlich Tempo, weil ich wieder mal nicht so richtig in Schwung kam. In Kühndorf hatten wir bereits die 30 sec. auf die vor uns gestarteten Sebastian Danz und Sebastian Heinze aufgeholt. Für den Rest der Strecke übernahm ich das Tempo, aber Henry blieb ganz schön lange dran - und wurde dafür mit Platz 3 belohnt. Kurz nach mir kam dann auch Christian Kreuchler ins Ziel und unterbot meine Zeit um 1 min. Naja, Platz 2 war dennoch sicher und somit auch der Sieg in der Gesamtwertung des 5. Rennsteig-Dolmar Cups.

Gestern gings dann mal wieder auf Crossrad, und zwar an der Radrennbahn in Mannheim. Ein ziemlich stark besetztes Rennen auf einem recht schnellen Kurs, leider begann es pünktlich zu unserem Start zu regnen. Ausnahmsweise hatte ich mal eine relativ gute Startphase und konnte ich in den Top-Ten behaupten. Mit zunehmendem Regen wurde ich allerdings immer unsicherer und dazu schlichen sich noch einige technische Fehler ein. Dadurch ging es in den letzten 20 min. noch ein paar Plätze nach hinten. Am Ende stand ein nicht ganz zufriedenstellender 13. Platz zu Buche. Sascha Wagner, der Top-Fahrer unseres Teams BMC-actionline belegte übrigens einen hervorragenden 3. Platz.

 


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